Industry

Künstliche Intelligenz revolutioniert die Industrie – doch an der Schnittstelle von Mensch und Maschine entstehen neue Risiken. Neue Standards für Arbeitssicherheit sind gefragt.

Auf der Hannover Messe 2025 steht im Zeichen großer technologischer Weiterentwicklungen. Künstliche Intelligenz gilt als Treiber der intelligenten Fabrik von morgen. Der Einsatz von KI optimiert Prozesse und steigert die Effizienz. Doch mit dem Einsatz stellen sich offene Fragen und neue Herausforderungen. Zum Beispiel bei der Arbeitssicherheit, insbesondere an der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine.​

Risiken in der Industrie

In vielen Betrieben ist KI bereits angekommen und wird die Arbeit in vielen Tätigkeitsfeldern verändern. In einer aktuellen Studie des TÜV-Verbands geben 53 Prozent der Beschäftigten an, dass Künstliche Intelligenz in fünf Jahren eine große oder sehr große Rolle für ihren Beruf spielen wird. 

Speziell in der produzierenden Industrie ist Ki im Alltag an vielen Stellen angekommen – und bringt neue Herausforderungen mit Denn bisher folgen die Anlagen klaren Regeln. Ein Roboterarm bewegt sich nach programmierten Vorgaben – oder ein Förderband stoppt, wenn ein Sensor ein Hindernis erkennt. Doch KI-Systeme verändern das: Muster Sie treffen eigenständig Entscheidungen auf Basis von Datenmustern. Und was passiert, wenn die Maschine eine Situation falsch einschätzt?

Chancen für die Sicherheit

Bei der Einführung von KI ist vorausschauende Planung gefragt – bei der die Systeme bereits unterstützen können. Wenn eine KI potenzielle Gefahrenvorausschauend erkennt, können kritische Situationen bereits im Vorfeld trainiert werden. Das Bedienen KI-gesteuerter Maschinen und Anlagen lässt sich auf diese Weise gefahrlos üben. 

Kommt es zur Interaktion zwischen Mensch und Maschine, sind allerdings klare Richtlinien gefragt, um Unfälle zu vermeiden. Die Plattform Lernende Systeme fordert beispielsweise klar definierte Kriterien für die neue Aufgabenverteilung. Diese Maßstäbe sind die Basis sicherer Arbeitsplätze und die Ausbildung qualifizierter Arbeitskräfte. Markus Löb, Leiter Zentralvertrieb von TÜV Hessen, unterstützt diesen Anspruch: „Zuverlässig funktionierende KI-Systeme im realen Betrieb sind eine Voraussetzung für moderne Arbeitssicherheit. Dafür brauchen wir neben kontinuierlichen Sicherheitsupdates auch neue Prüfungen.“ 

Fokus auf die Schnittstelle

Doch bei aller Technik bleibt auch der Mensch ein entscheidender Faktor. Zu viele Unfälle in der Industrie sind menschlichem Fehlverhalten geschuldet. Und bei KI-gesteuerten Maschinen reicht es nicht aus, sich auf die Intelligenz der Maschine zu verlassen. Deshalb müssen Unternehmen bei Schulungen von Mitarbeitenden über die reine Bedienung neuer Technologien hinausgehen und die für potenzielle Gefahren sensibilisieren. Die Beschäftigten müssen wissen, wie die KI in ihrer Umgebung funktioniert und wo ihre Grenzen liegen.

Sicherheit braucht klare Vorgaben

Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt. Doch die Innovation darf nicht zur unnötigen Gefahr werden. Vor dem effizienten Einsatz von KI-Systeme sind Gesetzgeber, Hersteller – und Prüfgesellschaften gefordert: bei der Einführung, Umsetzung und Überprüfung sicherheitsrelevanter Richtlinien. 

 


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